Das Glück des Gärtners

„Weißt, wenn du im Garten Sachen anpflanzen willst, dann brauchst du dafür hübsche Gartenhandschuhe. Irgendwelche, die dir gefallen“, sagte der eine Gartenprofi zum anderen. Also ich zu meiner Mutter. Die eine pflanzt seit einem Jahr Gemüse an, die andere hat das bisher immer ihrem Vater überlassen. Man bemerke bitte demzufolge die sagenhafte Expertise auf die wir zurückgreifen, wenn es um das Thema Garten geht.


Trotzdem bin ich der Meinung, dass es für jede Tätigkeit zuerst einmal die richtige Ausrüstung braucht. Und das nicht nur, weil ich mir jedes Mal wieder, wenn ich der Überzeugung bin im heurigen Jahr doch noch sportlich zu werden, eine komplette Ausrüstung dafür zulege. Nein, einfach auch deshalb, weil es die Motivation hebt, tatsächlich tätig zu werden. Okay, zugegebenermaßen hat das beim Sport immer nur für eine Anfangsmotivation ausgereicht, aber ich bin mir keiner Schuld bewusst, wenn diese Sache einen im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder in die Knie zwingt. Für all diejenigen, die ich jetzt noch nicht überzeugen konnte zwecks „neuer Ausstattung für neue Tätigkeiten“ (würde ich gerade darüber sprechen und nicht schreiben, würde ich an dieser Stelle meinen Mann lieb grüßen „hallo, lieber Stefan“), kommt jetzt der entscheidende Wendepunkt: beim Gartenarbeiten hat’s funktioniert. Tusch!

Denn wenn man so wunderbare Hochbeete, die in feinster Handarbeit, an den wenigen freien Wochenenden und im Vollbild eines Schweißausbruchs entstanden sind, bekommt, dann kann man die nicht einfach so beackern. Nein, es braucht dafür hübsche Gartenhandschuhe. Und eine Latzhose. Und rote Gartenschuhe. Also quasi eh fast nix, außer die eigene Motivation. Eindrucksvoll, wie sich der Kreis an dieser Stelle schließt, oder?


Wenn man das alles erledigt hat, kann man sich eine Plan zurechtlegen, was man sinnigerweise wie anpflanzen möchte (vorzugsweise eine Mischkultur) und frohen Mutes die Pflänzchen dafür besorgen. Läuft alles so wunderbar am Schnürchen freut man sich auch übers Einpflanzen (bei Sonnenschein) und ist aufgeregt, ob der Ertrag auch den Erwartungen entspricht. Wenn man sich zwischendurch bei der Pflege auch nicht Lumpen lässt („hallo Stefan“), wird sich alles zur vollsten Zufriedenheit entwickeln.

Was ich dieses Jahr in meinen Beeten und Töpfen angepflanzt habe, möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten:
– Kartoffeln
– Karotten
– Zwiebeln
– Salate
– Paprika
– Chili
– Zucchini
– Tomaten
– Kohlrabi
– Bohnen
– Gurken
– Mangold

… uuund eine Menge Kräuter wie Dille, Liebstöckel, Schnittlauch, Petersilie, Schnittknoblauch, Thymian, Rosmarin usw.

Das alles macht das Gartenjahr zu einem Glücksvogerl.

One thought on “Das Glück des Gärtners

  1. Ich gebe Dir vollkommen recht: man braucht die richtige Kleidung.
    Handschuhe sowieso, Schuhe ebenso (meine sind nach dem Gießen meistens mehr nass, als das Hochbeet). Die Latzhose muss ich mir für mich noch vormerken.
    Eure Hochbeete sind richtig schön geworden. Ich wünsche Euch eine gute Ernte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.